Samstag, 9. Mai 2009

Derbysieg in Rußbach!

Nun ging es also in die Woche der Derbies! Zum Auftakt einige Kilometer weiter zum USV Rußbach, die in der aktuellen Saison lange um die absoluten Spitzenplätze mitkämpften. So war auch die Rollenverteilung klar, von den Heimischen war die Initiative zu erwarten.
Coach Werner Wegrostek gab die Direktive aus, durch konzentriertes Zweikampfverhalten schnell in die Partie zu finden - was in der Anfangsphase durchwegs gelang.

Die noch nicht sortierten Gastgeber eröffneten unserer Offensive durch mehrere massive Fehler diverse Einschußmöglichkeiten, die uns in Minute 6 durch Mario Oberauer und Minute 9 durch Christian Oberauer in eine zunächst komfortable Führung brachten.

In der Folge zerfleischten sich die Mannen des USV Rußbach am Platz und an der Seitenlinie selbst, was uns in dieser Phase mehr als in die Karten spielte. Denn wenn sich der kampfkräftige und technisch beschlagene Gegner auf den Fußball konzetrierte, wurde es doch das ein oder andere Mal brenzlig vor dem Tor von Goalie Prodanovic.

Trotzdem war eine Standardsituation nötig, um die Hausherren wieder heranzubringen. Einen wuchtigen Flatter-Freistoss vom in der Mannschaft sicher sehr beliebten Dejan Radivojevic wurde im Abpraller von Patrick Eckschlager zum Anschlußtreffer vollendet.

Die neu justierte Rußbacher Offensive setzte nun alles daran, zumindest den Ausgleich zu erzwingen. Die Mannen um Trainer Seidl erarbeiteten sichauch ein Übergewicht im Mittelfeld und ein deutliches Plus an Ballbesitz. Die von Kapitan Andi Strubegger effizient organisierte Abwehr beendete die vorgetragenen Angriffe aber meist vor oder am Sechzehnmeterraum.

Jener Andi Strubegger, ansonsten nicht wirklich die personifizierte Torgefahr, sorgte in Minute 71 für das Highlight des Spieles. Mit dem zweiten Treffer seiner zwanzigjährigen Kampfmannschaftskarriere führte er die Entscheidung in diesem Derby herbei. War sein Premierentor in Muhr vor einigen Jahren noch windbegünstigt, war der Freistoß von der Mittelauflage ein gewolltes Kunststück. Der Ball senkte sich hinter dem in diesem Falle indisponierten Keeper Sterling unter die Latte.

Somit war der gegneriche Widerstand gebrochen und man konnte die Partie, im Gegensatz zur Vorwoche, trocken und ungefährdet nach Hause spielen. Im Anschluß wurde im Kreise der zahlreich angereisten Auswärtsfans noch eine Kiste Bier in Leergut (Danke Robert L und "Happy Birthday") verwandelt und schon die freudige Erwartung des nächsten Wochenendes kundgetan.

Hier geht es am Sonntag zuhause gegen den Erzrivalen St. Martin, für welche der Meisterschaftszug nach der jüngsten Punkteteilung gegen Flachau wohl abgefahren sein dürfte. Die Selimovic-Truppe wird aber die noch vorhandenen theoretischen Titelchancen wahren wollen. Über den Prestigewert des Derbes vor vollem Haus müssen wir ohnehin kein Wort verlieren.

Somit geht der FC Annaberg-Lungötz sicher als Aussenseiter in die Partie, eine Rolle mit welcher wir ganz gut Leben können. Auf alle Fälle benötigen wir am Sonntag um 17:00 Uhr die volle Unterstützung auf den Rängen, vielleicht ist eine weiter Überraschung möglich und wir können unsere schöne Serie im Jahr 2009 prolongieren.

Einen schönen Muttertag wünscht
Andi Pomberger

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